So entsteht Filz

Filz lässt sich mit einfachen Mitteln ohne großen technischen Aufwand herstellen. Die traditionelle Art des Filzens ist das Nassfilzen. Benötigt wird dazu lediglich Wolle und heiße Seifenlauge, die wird über die ausgelegten Wollfasern gesprengt wird.
Wenn Wolle nass wird, öffnet sich die Schuppenschicht an der Oberfläche der Faser, die Lauge lässt die Wollfasern zusätzlich quellen. Mit der Hand wird das ausgelegte Werkstück gerieben oder bewegt. Durch die Bewegung und den  dabei ausgeübten Druck werden die geöffneten Schuppen der Wollfasern ineinander geschoben. Sie verhaken sich, die Wolle verfilzt, ein fester Stoff entsteht, der dann weiterbearbeitet werden kann.
Wenn verschieden farbige Wollfasern gemischt werden, verbinden sich zwar die Wollfäden, die einzelnen Farben bleiben jedoch sichtbar. Dadurch lassen sich fantasievoll wunderschöne mehrfarbige Gegenstände kreieren.
Allerdings muss man dabei berücksichtigen, dass je nach Wollsorte ein Filzstück zwischen 30 und 60 Prozent schrumpft – wer einmal einen Pullover zu heiß in der Waschmaschine gewaschen hat, kennt diesen Effekt.

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